Einachser
Ich habe mich entschlossen, die Technik zu Hilfe zu nehmen im Kampf um den Abtransport des geschnittenen Holzes aus dem Wald.
Bisher habe ich sämtliches Holz - inzwischen etwa 120 Raummeter - ( Stand April 2009 ) - lediglich mit der Schubkarre aus dem Wald heraus geholt. Es war bisher immer möglich, das geschnittene Holz von oben nach unten zu befördern, da ich mit Wagen und Hänger immer an einen tiefer gelegenen Punkt kommen konnte. Somit mußte das Holz nie nach oben " gewuchtet " werden, sondern ich konnte es in der Schubkarre nach unten " laufen " lassen.
Dies ist nun nicht mehr möglich. Das jetzige Waldstück erfordert zwingend die Beförderung des Holzes nach oben.
So habe ich einen Einachser gekauft - einen " Schmiedag - Hansa 50 ", Baujahr 1952. Leehrgewicht 450 kg, angetrieben von einem Fichtel & Sachs Stamo 360 mit 8 PS, Zweitakt. Einfachste Bauart, aber ungemein effektiv. Kaufpreis: 250,- Euronen.
Bei Kauf lief das Schätzchen nicht - nach 2 Tagen intensiver Fehlersuche dann die Erkenntnis - das Polrad wurde falsch aufgesetzt. Nach Ausprobieren in 8 verschiedenen Stellungen dann endlich der ersehnte, fette Zündfunke. Nach dem 2. Kick sprand das Schätzchen sofort an.
Die folgenden Bilder zeigen die einzelnen Stationen der Restauration.
Nach 10 Tagen intensivster Restauration war der Hansa dann frisch entfettet, neu lackiert und im Detail verbessert.
So, das war der Stand der Dinge am 13.4.09.
Folgendes wurde nun in Angriff genommen:
Die ursprüngliche Handbremse wurde auf Fußbremse umgebaut, da auf diese Art beide Hände an der Lenkdeichsel bleiben können. Die Maschine bleibt somit sicherer und die Kraftübertragung ist wesentlich größer. Desweiteren mußte nun eine Kupplung konstruiert und angefertigt werden. Die folgenden Bilder zeigen das Ergebnis.





Wer möchte, kann sich gerne das Video von der Jungfernfahrt am 3.5.09 anschauen ( 1,9 MB ).
Inzwischen haben wir August 2009 und vergangenes Wochenende ( 22.8.09 ) mußte der Hansa nun zeigen, was er wirklich kann --- und ich muß sagen, daß sich die Investition voll gelohnt hat. Wir haben in schwerstem Gelände, mit tiefen Matschfurchen und allem, was dazu gehört, gute 12 Meter an einem einzigen Samstag aus dem Wald geholt. Pro Fuhre gut einen Meter auf dem Hänger - also ca. 800 kg Zuggewicht alles in allem - hat der Hansa ohne Murren oder sonst ein Problem seine Arbeit verrichtet. Am Ende des Tages waren wir zwar alle ziemlich fertig - aber auch unsagbar glücklich über die geleistete Arbeit. Hier nun das Ergebnis:
