Umbau Maglite - 3-Mono

Hatte es satt, ständig die teuren Mono-Zellen für meine Maglite-3-Mono zu kaufen - und die Akkus in gleicher Größe sind ja noch unerschwinglicher.

Also hab ich kurzerhand meine Maglite-3-Mono in eine Maglite-12-Mignon umgebaut. Mignon-Akkus hab` ich für alle möglichen Geräte ohnehin mehr als genug - die stärksten haben eine Kapazität von 3000mAh - so daß ich mit der folgenden Umbau-Anleitung eine Maglite konstruiert habe mit 9.000 mAH Kapazität und einer Voltzahl von 4,8 V, welche die eingebauten Lampen ohne jegliches Problem verkraften, da sie ja ohnehin für 4,5 V ausgelegt sind.

Wie ? Ganz einfach !!!

Man nehme:

* einen ausgedienten Wandkalender DINA2 oder DINA1 - oder Karton - dicker als Papier, aber dünner als `ne Klopapier-Innenrolle

* selbstklebende Bucheinschlagfolie

Man beklebe nun den Karton in einer Größe von 18 x18 cm mit der Buch-Einschlagfolie von einer Seite.

Man schneide dieses Quadrat in 3 gleich große Stücke von 6 x18 cm

Man nehme sich 4 Mignon-Akkus und schlage geweils eines der 3 Streifen um die Akkus zu einer Röhre und klebe sie mit Tesa-Film zusammen ( Bucheinschlagfolie außen )

Alle drei Röhren werden mit Heißkleber zu einer Dreiecks-Pyramide zusammen geklebt.

Schiebt man nun alle 12 Akkus nach dem Zusammenkleben in die 3 Röhren, schauen sie an den Enden heraus - dies ist UNBEDINGT für die Funktionsweise der Umbau-Maglite notwendig !!!

Als nächstes geht es an die Modifikation der Boden-Verschlußkappe:

Da die 4 hinter einander angeordneten Mignons länger sind als die 3 Monos, ragen sie in die Boden-Verschlußkappe hinein. Damit man diese aber ganz normal auf die Lampe aufschrauben kann, muß Wandmaterial abgetragen werden, auf dem normalerweise die Anpressfeder ruht. Dies kann mit jeder Art von geradem Fräßkopf geschehen, sollte aber mit viel Fingerspitzen-Gefühl vollzogen werden, damit die Wandung mit dem Außengewinde nicht beschädigt wird.

Nach erfolgreicher Fräßarbeit muß noch eine dünne Berührungsfeder angefertigt werden. Diese wird der einfachheithalber aus vernickeltem Bindedraht gefertigt, der in jedem Baumarkt in der Gartenabteilung für ein paar Cent erhältlich ist. Den Draht einfach um einen konisch zulaufenden Schraubenziehergriff wickeln - anpassen - fertig !!!

Die Kontaktplatte für die Plus-Seite der Akkus ( also oben am Lampenkopf ) habe ich aus einem 2-Euro-Stück gefertigt, da es groß genug ist, alle 3 Kontaktköpfe der 3-Akku-Stäbe zu berühren. Da die Kontaktfeder im Inneren der Maglite etwas versenkt ist ( der Kontakt-Kopf der ursprünglichen Mono-Zelle ragt ja dort hinein ), habe ich in die Mitte der 2-Euro-Münze ein 4mm Loch gebohrt, ein 5 mm Gewinde hinein geschnitten und eine 5 mm Maschinen-Schraube eingesetzt, die in etwa dem Kopf der Mono-Zelle ähnelt. Außen um die 2-Euro-Münze habe ich eine Ring von Heißkleber gelegt, um eine Zwangs-Isolier-Schicht zur stromführenden Wandung zu erhalten.

So, daß war`s eigentlich schon. Die Maglite 12-Mignon funktioniert einwandfrei und ich habe immer genug Akku-Zellen, um sie quasi zum Nulltarif zu " befeuern ". Viel Spaß beim Nachbau !